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Apr 01 2012

Strategien der Hersteller und deren Sinn und Zweck

In den vergangenen Monaten habe ich mich intensiv mit dem Thema Kommunikationstechnik beschäftigt. Als neugieriger Mensch wollte ich in Erfahrung bringen, wie ticken die Hersteller und was ist der Grund, das Ankündigungen/Versprechungen mit den realen Ergebnis so eklatant auseinander driften. Dabei habe ich festgestellt, das sich einige Vorgehensweisen seit Jahrhunderten nicht verändert haben, nur der Weg ist schneller geworden. Bestes Beispiel in der jüngsten Vergangenheit ist Apple mit dem unvergleichlichen Steve Jobs. Preise dein Produkt so spektakulär wie möglich an – verspreche alles – gewinne die Menschen ( potenzielle Kunden ) für dich, dann fressen sie dir aus der Hand, egal was du dann lieferst. Das Ergebnis, es wird alles gekauft, was deine Marke hervorbringt, egal zu welchem Preis und Qualität.

Auch bei anderen führenden Herstellern kann solch eine Entwicklung beobachtet werden. Preise eine Weiterentwicklung an – offeriere ein neues Produkt – möglichst dann wenn andere vorschnellen wollen. Zur Zeit läuft das so mit dem Samsung Galaxy S3. Das aktuelle Modell liegt immer noch auf Platz 1 des Rankings, also kein Grund zur Panik, aber der Konkurent schläft nicht.

Oder versuche es auf eine andere Art und Weise, Motorola: Bring ein Novum heraus, hier Motorola Milestone, und erschrecke die Mitbewerber. Das war Motorola gelungen. Der Fehler kam aber im Anschluss. Viele neue Handys wurden produziert, aber der Blick auf die Konkurenz verschlafen. Die Modellpflege des ehemaligen Erfolgsmodelles blieb ohne Wirkung. Es mußte etwas neues her. Und es gelang Motorola nochmals mit dem RAZR. Doch gelernt haben sie daraus nichts. Es wurde ein unausgereiftes Produkt auf den Markt geworfen, auch gut verkauft, aber dann. Der Kunde diente als Endtester und das wird er sich nicht gefallen lassen. Wieder wurden Versprechungen gemacht, die Updates folgen dann und dann. Pustekuchen. Ende vom Lied, ein anderer übernimmt das Sagen. Wobei der Betrachter nie herausbekommen wird, wie hoch der vorangegangene Einfluss, Aktualität und Verfügbarkeit des Betriebssystems, war.

Dabei gibt es einige hervorragende Beispiele aus der Vergangenheit. JVC, Erfinder der VHS Kassette, hat seine Lizenzrechte freizügig verteilt. Video 2000, qualitativ um Längen besser, mäkelte vor sich hin und verstarb dann still und leise.

Blaupunkt, technisch in der Lage, kaufte von Panasonic die Innenleben von Videorekordern und Kameras. Bastelte dann ein Firmengehäuse darum und vertrieb es als Markengerät. Blaupunkt ist tot, es lebe Panasonic.

Ich glaube das in naher Zukunft alles von kleinen gelben Menschen gebaut wird, als nächster geht Philipps nach Ostasien mit seiner Fernsehproduktion. Auf fast jedem Produkt steht “Made in China”, egal ob es Motorolas oder Sonys Tablet Docks sind, von den Handys ganz zu schweigen. Etwas anders macht es Samsung. Die liefern den Chinesen nur die Teile zum zusammen bauen. Aber haben die Koreaner nicht auch Schlitzaugen?

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Friedel

PC Freak seit 1982 - Technikfreak allgemein - und ungemein neugierig

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